Presse


NaturFreunde allgemein:
2011.12.05     Südwestpresse:Jubilarehrung.................................................................                        weiterlesen...
2013.04.20    Südwestpresse: Landeskonferenz der NaturFreunde Württemberg in Ulm............ weiterlesen...

NaturFreundehaus "Spatzennest"


2011.10.05    Südwestpresse: Mehr Platz im "Spatzennest"............................................................ weiterlesen...
2011.10.         Südwestpresse: NaturFreunde haben einiges vor...................................................... weiterlesen...

Umwelt:
2008.03.14    Südwestpresse: Katastrophe für die Vögel................................................................. weiterlesen...
2010.05.08    Südwestpresse: Paradiese aus zweiter Hand............................................................. weiterlesen...
2010.06.18    Südwestpresse: Grünfüßiges Teichhuhn in Not .........................................................weiterlesen...
2011.03.         Südwestpresse: Bezirksseminar: Energiepflanzen-Umweltschutz-Welternährung weiterlesen...
2013.06.         Südwestpresse: Turmfalke und Orchideen ................................................................weiterlesen...
                                                                 


Ohne Einsparen und Effizienzsteigerung keine Energiewende
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde durchlöchert wie ein Schweizer Käse


Berlin, 16. Oktober 2013 – Zu den Herausforderungen der Energiewende erklärt der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands Michael Müller:

Die große Energiewende, die seit dem Jahr 1981 gefordert wird, ist in den letzten Jahren immer weiter reduziert worden. Ausgangspunkt der Energiewende waren die drei großen E wie Einsparen, Effizienzsteigerung und Erneuerbare, die für einen Erfolg der Energiewende in einem Zusammenhang gesehen werden müssen.

Das EEG ist zum Handelsobjekt von Technokraten und Lobbyisten verkommen
Spätestens, nachdem das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) der Politik aus den Händen genommen wurde und zum Handelsobjekt einer in wichtigen Bereichen überforderten Ministerialbürokratie und technokratischer Politiker sowie in den Tarifpoker mit Lobbyverbänden geriet, war es vorbei mit dem zukunftsweisenden Konzept. Das EEG wurde umgebogen, mit dem Neoliberalismus des Wirtschaftsministeriums verbunden und immer mehr von Einsparen und Effizienzinvestitionen getrennt. Die kosten nämlich Geld und können nicht in die Umlage einbezogen werden. Stattdessen gab es einerseits zahllose Kostenbefreiungen oder völlig unsinnige Instrumente wie die Strombörse und andererseits eine Umverteilung der Kosten zulasten der Verbraucher.

Die gewaltigen Kostensteigerungen rühren aus dem Versagen, die Idee des EEG nicht durchzuhalten und in eine große Energiewende einzuordnen sowie sie nicht gegen wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Stattdessen wurde das EEG zum einzigen Punkt der Energiewende gemacht, ohne die Strukturen des „Versorgungssystems“ grundlegend zu verändern.

Ein Ziel der Energiewende ist die Halbierung des Energieeinsatzes
Wer eine grundlegende Energiewende will, muss mit dem alten System brechen, das über mehr als ein Jahrhundert nur auf ein Stromwachstum ausgerichtet war. Künftig muss es aber um Vermeidung des nicht notwendigen Stromeinsatzes gehen. Insofern kann es auch nicht allein darum gehen, nur die Energieträger auszutauschen, also Kohle, Gas und Öl durch Erneuerbare zu ersetzen. Ein Ziel der Energiewende ist auch die Halbierung des Energieeinsatzes.

Zumindest den NaturFreunden Deutschlands ist klar: Die Energiewende kostet Geld. Aber die Verlängerung des alten Systems würde noch teurer. Entscheidend ist: Sozial verträglich wird die Energiewende nur, wenn die erneuerbaren Energien mit Einsparen und Effizienzsteigerung verbunden werden.

Neues Programm „Arbeit und Umwelt“ muss Investitionen in Einspartechnologien leiten
Was wir brauchen, ist ein Programm Arbeit und Umwelt, das systematisch Investitionen in die Wärme- und Stromeinsparung fördert, damit steigende Kosten durch einen sinkenden Verbrauch ausgeglichen werden. Und damit zurück zum Ausgangspunkt. Befreit die Energiewende aus den Händen „falscher Freunde“.

Übrigens: Dass die Energiewende auf Strom und erneuerbare Energietechniken verkürzt wurde, ist leider auch ein Verdienst vieler Grünen, die nur den „Kampf der neuen Industrien gegen die alten“ im Blick haben. Zwar hat das mit einer umfassenden Energiepolitik kaum etwas zu tun, allerdings gehörte es zur gewünschten Außendarstellung. Effizienz war zu technisch und Einsparen wurde mit Verzicht gleichgesetzt.

Polen plant Atomschweinerei: Vattenfall ist mit dabei


NaturFreunde Deutschlands rufen Kunden zur Kündigung auf

Berlin, 4. Januar 2013 – Nach der Absichtserklärung vierer Energiekonzerne, in Polen das erste Atomkraftwerk zu errichten, fordern die NaturFreunde Deutschlands Stromkundinnen und -kunden von Vattenfall auf, ihre Verträge zu kündigen und auf Ökostrom umzusteigen. Hintergrund: Der schwedische Atomkonzern ist an einem der polnischen Versorger beteiligt und trägt somit direkt Verantwortung für die Fortführung der Risikotechnologie in unserer Nachbarschaft.

„Die Atomplanungen in Polen sind menschenverachtend“, konstatiert Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands. „Durch seine Beteiligung an Enea SA will Vattenfall ein weiteres Mal Gewinne auf Kosten von Menschen und Umwelt einfahren – und versucht gleichzeitig, sich als Triebfeder der Energiewende zu inszenieren. Das ist verlogen und verantwortungslos.“

Vier Energieversorger – Energetyka Poznañska (Enea) SA, Polska Grupa Energetyczna SA (PGE), Tauron Polska Energia SA und das Bergbauunternehmen KGHM Polska Miedz SA – unterzeichneten kürzlich eine Absichtserklärung zur Gründung einer Finanzierungsgesellschaft für den Bau des ersten Atomkraftwerks in Polen. Der Vattenfall-Konzern, der in Deutschland an drei AKW beteiligt ist, besitzt 18,67 Prozent an der polnischen Enea SA. Die NaturFreunde rufen deshalb alle Vattenfall-Kunden auf, mit einem Anbieterwechsel gegen die Neubaupläne zu protestieren. „Radioaktivität kennt keine Grenzen. Deshalb fordern wir NaturFreunde auch den europaweiten Atomausstieg – und den kann jeder Stromkunde selber machen“, betont Uwe Hiksch.

Aber auch Versicherungsgesellschaften wie AXA, Generali und Allianz sowie Banken wie ING Groep N.V. halten Aktienpakete der Enea SA und verdienen damit zukünftig Geld an der Planung und dem Betrieb von Atomkraftwerken. Das Bankwechselbündnis (www.bankwechsel-jetzt.de), an dem die NaturFreunde beteiligt sind, fordert Verbraucherinnen und Verbraucher daher neben dem Stromversorgerwechsel auch zum Bankwechsel auf.

Aktivitäten der NaturFreunde Deutschlands gegen die Atompolitik von Vattenfall
Die NaturFreunde Deutschlands sind Mitglied im Trägerkreis von „Atomausstieg selber machen“: einem Bündnis aus Umweltverbänden, Verbraucherschutz-Organisationen und Anti-Atom-Initiativen, das auf www.atomausstieg-selber-machen.de über konkrete Alternativen zu den Atomstrom-Konzernen informiert.